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Jan24
Poker um griechische Schulden nervt Dax-Anleger
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Das Pokern um einen griechischen Schuldenschnitt hat Aktienanleger entnervt. Sie kehrten daher dem Markt zumindest vorlufig den Rcken. Der Dax fiel am Vormittag um 0,6 Prozent auf 6365 Zhler, bevor er gegen Mittag wieder leicht anzog.
Grund fr die zwischenzeitliche Wende knnte der Monatsbericht der Bundesbank sein. Sie stimmt Deutschland auf eine Wachstumspause ein, rechnet aber nicht mit einer tiefen Rezession. Fr den Jahresauftakt 2012 deutet sich eine Seitwrtsbewegung der deutschen Wirtschaft an, schreibt die Notenbank.
Fr die zeitweisen Kursverluste sind wiederum die Verhandlungen in Athen verantwortlich. Die Sorge um die griechischen Schulden drckt den Markt, sagte Aktienstratege Jrg Rahn von Marcard, Stein Co. Es sah ja fr einige Banken schon so aus, als ginge es ganz gut aus. Aber jetzt werden wir wohl wieder ein groes Gepokere bis zur letzten Minute sehen. Und wann die ist, ist leider nicht ganz klar.
Italien
Auslaufende Anleihen: 342 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 39 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 381Milliarden EuroSpanien
Auslaufende Anleihen: 172 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 58 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 230 Milliarden EuroIrland
Auslaufende Anleihen: 9 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 14 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 22 Milliarden EuroPortugal
Auslaufende Anleihen: 31 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 8 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 38 Milliarden EuroGriechenland
Auslaufende Anleihen: 21* Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 15 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 36 Milliarden EuroPeripherielnder der Euro-Zone
Auslaufende Anleihen: 574 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 133 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 707 Milliarden EuroDeutschland
Auslaufende Anleihen: 247 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 29 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 276 Milliarden EuroFrankreich
Auslaufende Anleihen: 332 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 94 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 426 Milliarden EuroNiederlande
Auslaufende Anleihen: 82 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 17 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 100 Milliarden EuroBelgien
Auslaufende Anleihen: 74 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 13 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 86 Milliarden EuroFinnland
Auslaufende Anleihen: 18 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: -1 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 17 Milliarden EuroKernlnder der Euro-Zone insgesamt
Auslaufende Anleihen: 752 Milliarden Euro
Neues Haushaltsdefizit 2012: 153 Milliarden Euro
Gesamter Finanzierungsbedarf: 905 Milliarden Euro*Unterstellt wird eine Partizipationsrate von 90 Prozent beim geplanten Glubigerverzicht
Quelle: Socit Gnrale
Fest steht, dass Griechenland Ende Mrz knapp 15 Milliarden Euro an Schulden zurckzahlen muss, fr die es auf die nchste berweisung aus dem internationalen Hilfsprogramm angewiesen ist. Voraussetzung dafr wiederum ist eine Einigung mit den privaten Glubigern. Und ber diese wollten die Euro-Finanzminister eigentlich schon am Montag beraten.
Solange es keine Einigung in Griechenland gibt, wird sich am Aktienmarkt nicht viel tun, resmierte ein Hndler. Europaweit stemmten sich Bankwerte gegen die Schwche des Marktes. Grund war Brsianern zufolge ein Bericht der Financial Times, wonach sich Berlin und Paris fr lockerere Kapitalregeln fr Banken stark machen.
Commerzbank erneut Dax-Gewinner
Eine Lockerung der Kapitalvorschriften wrde Banken und Versicherungen gengend Luft geben, um wirklich wieder auf die Beine zu kommen. Das wrde absolut Sinn machen, sagte ein Hndler in Paris. In Frankfurt setzten sich die Aktien der Commerzbank mit einem Plus von 4,5 Prozent wieder einmal an die Spitze der Dax-Gewinner.
Foto: Infografik WELT Online
Die Schulden Griechenlands

Foto: Infografik WELT Online
Die Schulden GriechenlandsInvestoren werteten als Hoffnungszeichen, dass die hiesige Bankenaufsicht den Plan zur Stopfung der Kapitallcke offenbar zustimmend zur Kenntnis genommen habe. Dies hatte die Sddeutsche Zeitung berichtet. Deutsche Bank gewannen 2,3 Prozent. Positiv reagierten Anleger auch auf die Verhandlungen von ThyssenKrupp ber einen Verkauf ihrer Edelstahlsparte an den finnischen Konkurrenten Outokumpu.
Unter Herausrechnung des Dividendenabschlags von 45 Cent gewannen Thyssen-Titel zeitweise rund drei Prozent, im Verlauf brckelten die Zuschlge allerdings ab. Die Aktien des finnischen Konzerns schnellten um 11,4 Prozent nach oben. Auch neue Sparplne von Lufthansa kamen gut an; die Titel legten 1,2 Prozent zu.
Zu den Schlusslichtern im Leitindex zhlten die Versorger. Bei RWE stie den Anlegern auf, dass sie wohl fr 2011 eine geringere Dividende erhalten. Die Ausschttungssumme soll sich nach Angaben des Finanzchefs zwar wiederum auf 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Nettogewinns belaufen.
Allerdings drfte der Gewinn krftig gesunken sein, und auerdem muss die Summe nach der Kapitalerhhung auf mehr Aktien verteilt werden. RWE-Titel fielen um gut drei Prozent. Konkurrent E.ON verlor 2,3 Prozent an Brsenwert.
Im Nebenwerteindex MDax zogen Wincor Nixdorf um 4,3 Prozent an. Der Geldautomatenhersteller hat fr das vierte Quartal zwar einen mehr als zwanzigprozentigen Gewinneinbruch (Ebita) ausgewiesen, allerdings hatten Anleger noch schlimmeres befrchtet. Auch noch kommende schwierige Zeiten sind nach Meinung von LBBW-Analyst Thomas Hofmann bereits im Aktienkurs vorweggenommen.








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